Bioenergie Region Hohenlohe - Odenwald - Tauber

Ob Stroh oder Gülle, Holzreste aus der Forstwirtschaft oder Biomüll: Das ist kein Abfall, sondern wertvoller Brennstoff. Man muss ihn nur nutzen. Die Verwendung von Biomasse als Energieträger spielt in Zeiten des Klimawandels und steigender Preise für Erdöl und Erdgas eine wichtige Rolle: Die biologischen Brennstoffe sind vor der Haustür verfügbar. Die Landkreise Hohenlohe, Neckar-Odenwald und Main-Tauber haben sich deshalb zur Bioenergie-Region Hohenlohe-Odenwald-Tauber (H-O-T) zusammengeschlossen. Man will gemeinsam zur Null-Emissions-Modellregion werden. Damit würden rund 400.000 Menschen ihren Energiebedarf umweltfreundlich und unabhängig von fossilen importierten Brennstoffen decken.

Innovation: Bioenergiedörfer versorgen sich selbst

Für den Ortsteil Siebeneich in der Gemeinde Bretzfeld hat die Zukunft schon begonnen. Die Kommune ist das erste Bioenergiedorf im Norden Baden-Württembergs. Das Dorf bezieht mehr als die Hälfte seiner Heiz­wärme aus Biomasse. Eine wichtige Rolle spielt dabei der Anbau von Chinaschilf, einer schnellwüchsigen Energiepflanze, die sich in Holzschnitzel-Heizanlagen verbrennen lässt. Die Vorgabe, den Elektrizitätsbedarf zu 100 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen zu decken, will man ab Herbst 2010 mit einer Biogas-Anlage und einem Blockheizkraftwerk zur Strom- und Wärmeerzeugung erfüllen.


Anschrift:
Sansenhecken 1

74722 Buchen


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