
Ein Elektrofahrzeug, zwei Personen, zwei Getränkekästen, und jede Menge Spaß dabei so lautete im Frühsommer 2009 die Aufgabenstellung für 28 Studierende des Studiengangs Projekt Engineering an der DHBW Mannheim. Gut neun Monate hatten sie Zeit und schafften das eigentlich Unmögliche: die Erfindung eines ganzheitlichen Fahrzeugkonzepts, inklusive des Designs und der Entwicklung eines genau zugeschnittenen Marketings. Im März 2010 wurde der ELMAR getaufte Elektrobuggy im Rahmen des berühmten Genfer Automobilsalons erstmalig der Öffentlichkeit vorgestellt und fand dort große Beachtung. ELMAR hat keinen zentralen Antrieb, sondern verfügt über vier sogenannte Radfelgenmotoren. Radnaben sind dadurch überflüssig geworden. Die in den Radfelgen integrierten Elektrosynchronmotoren mit jeweils 7,5 kW Leistung erzeugen die Kraft direkt dort, wo sie gebraucht wird. Gelenkt und gebremst wird ebenfalls in erster Linie über die Motoren. So erübrigt sich der Einsatz von umweltschädlichen Schmierstoffen und Bremsflüssigkeiten. Technisch besonders ausgeklügelt ist auch das Tragwerk mit seinen vier Auslegern aus kohlenfaserverstärktem Kunststoff (CFK). Sie dienen gleichzeitig zum Tragen, Federn und Stoßdämpfen. Dank CFK und für andere Bauteile verwendeten Aluminiumlegierungen wiegt das ganze Tragwerk weniger als 50 Kilogramm. Seine Energie bezieht ELMAR aus besonders leistungsfähigen Lithium-Eisen-Phosphat-Akkus. Um ein konsequent emissionsfreies Fahren zu ermöglichen, können diese in einem zusätzlich entwickelten, mit Solarzellen ausgestatten Carport aufgeladen werden ohne dass dabei CO2 entsteht.