Duale Hochschule Baden-Württemberg

Eine Hochschule mit acht Standorten und vier Campus in zum Teil weit voneinander entfernt liegenden Städten kein alltägliches Konzept. Doch an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg, kurz DHBW, ist einiges anders. Sie ist 2009 nach dem Vorbild der US-amerikanischen State Universities aus dem Zusammenschluss der ehemaligen Berufsakademien hervorgegangen. Ihre Standorte sind Stuttgart, Mannheim, Villingen-Schwenningen, Heidenheim, Ravensburg, Karlsruhe, Mosbach und Lörrach, gegründet in den Jahren 1974 bis 1981. Zur Zeit zählt die DHBW mit 25.300 Studierenden an den drei Fakultäten für Technik, Wirtschaft und Sozialwesen zu den größten Hochschulen des Landes. Am Standort Mannheim sind über 200 Mitarbeiter tätig. Knapp 5.500 junge Frauen und Männer studieren hier in wechselnden Theorie- und Praxisphasen in einem der 25 attraktiven Studiengänge, darunter sehr moderne Fächer wie zum Beispiel Wirtschaftsförderung, Messe-, Kongress- und Eventmanagement oder Digitale Medien, aber auch die Klassiker Maschinenbau, Betriebswirtschaft oder Wirtschaftsinformatik. Das wichtigste Merkmal der DHBW ist ihr duales Studienkonzept mit den wechselnden Theorie- und Praxisphasen sowie der engen Verzahnung mit den kooperierenden Unternehmen und sozialen Einrichtungen den dualen Partnern. Allein am Standort Mannheim sind das über 2.000. Dank dieses Konzeptes können die Studierenden bereits Erlerntes in den Firmen und Institutionen in der Praxis konkret anwenden und sich zugleich frühzeitig mit den Anforderungen ihres zukünftigen Berufs vertraut machen. Mit der Hochschulwerdung verbunden ist an der DHBW der Auftrag zur kooperativen Forschung. Forschungsprojekte finden daher ebenfalls in Zusammenarbeit mit den Unternehmen und Einrichtungen statt. Sämtliche angebotenen Diplom-Studiengänge wurden im Herbst 2006 auf den Bachelor-Abschluss umgestellt und sind mit 210-ECTS-Punkten als Intensivstudiengänge bewertet. Als Gesellschafter der Graduate School Rhein-Neckar bietet die DHBW Mannheim Absolventen auch nach ihrem erfolgreichen Studium im Bereich der berufsbegleitenden Master-Programme interessante Perspektiven.

Innovation: Der elektronische ELMAR

Ein Elektrofahrzeug, zwei Personen, zwei Getränkekästen, und jede Menge Spaß dabei so lautete im Frühsommer 2009 die Aufgabenstellung für 28 Studierende des Studiengangs Projekt Engineering an der DHBW Mannheim. Gut neun Monate hatten sie Zeit und schafften das eigentlich Unmögliche: die Erfindung eines ganzheitlichen Fahrzeugkonzepts, inklusive des Designs und der Entwicklung eines genau zugeschnittenen Marketings. Im März 2010 wurde der ELMAR getaufte Elektrobuggy im Rahmen des berühmten Genfer Automobilsalons erstmalig der Öffentlichkeit vorgestellt und fand dort große Beachtung. ELMAR hat keinen zentralen Antrieb, sondern verfügt über vier sogenannte Radfelgenmotoren. Radnaben sind dadurch überflüssig geworden. Die in den Radfelgen integrierten Elektrosynchronmotoren mit jeweils 7,5 kW Leistung erzeugen die Kraft direkt dort, wo sie gebraucht wird. Gelenkt und gebremst wird ebenfalls in erster Linie über die Motoren. So erübrigt sich der Einsatz von umweltschädlichen Schmierstoffen und Bremsflüssigkeiten. Technisch besonders ausgeklügelt ist auch das Tragwerk mit seinen vier Auslegern aus kohlenfaserverstärktem Kunststoff (CFK). Sie dienen gleichzeitig zum Tragen, Federn und Stoßdämpfen. Dank CFK und für andere Bauteile verwendeten Aluminiumlegierungen wiegt das ganze Tragwerk weniger als 50 Kilogramm. Seine Energie bezieht ELMAR aus besonders leistungsfähigen Lithium-Eisen-Phosphat-Akkus. Um ein konsequent emissionsfreies Fahren zu ermöglichen, können diese in einem zusätzlich entwickelten, mit Solarzellen ausgestatten Carport aufgeladen werden ohne dass dabei CO2 entsteht.


Anschrift:
Coblitzallee 1-9

68163 Mannheim


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