Fuchs Petrolub AG

Die heute global tätige Fuchs Petrolub AG wurde 1931 als Firma Rudolf Fuchs in Mannheim gegründet. Die Geschäftstätigkeit umfasste in den ersten Jahren zwar nur den Import und Vertrieb von Raffinerieprodukten aus dem US-Bundesstaat Pennsylvania, der damals ein wichtiges Erdöl-Fördergebiet und ein Zentrum der petrochemischen Industrie war, aber schon 1936 startete Rudolf Fuchs mit der eigenen Produktion von Motorölen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und dem Wiederaufbau des Betriebs gelang schon 1949 die Entwicklung eines speziellen HD-Öls für Dieselmotoren. Die Internationalisierung des Unternehmens begann 1968 mit der Gründung von Tochtergesellschaften in Frankreich und Spanien, doch Sitz der Fuchs Pe-trolub AG ist nach wie vor ihre Zentrale im Mannheimer Hafengebiet. In den bald 80 Jahren seines Bestehens ist das Unternehmen zu einem dynamischen Konzern gewachsen, der weltweit Schmierstoffe und verwandte Produkte herstellt und vertreibt. Den Vorstandsvorsitz hat heute der Enkel des Firmengründers inne. 2009 betrug der Jahresumsatz knapp 1,2 Milliarden Euro. Neben mehreren Tausend unterschiedlichen Sorten Schmierstoffen bietet die Fuchs Petrolub AG weitere Produkte für diverse Lebensbereiche und Industrien. Die Kunden reichen vom Bergbau und der Stahlindustrie bis zur Landwirtschaft, von der Fahrzeugindustrie bis zum Verkehrswesen, vom Maschinenbau und der Pharmaindustrie bis zum Haushaltsbereich sowie zum Handel für Motorenöle. Der Konzern beschäftigt in Europa und Übersee derzeit nahezu 3.500 Mitarbeiter in über 50 operativ tätigen Gesellschaften. Die nach Umsatz wichtigsten Regionen für den Konzern sind Westeuropa, Asien und Nordamerika. Außer der Verbesserung des globalen Geschäftsportfolios wird der Ausbau der Stellung als größter unabhängiger Schmierstoff- und Spezialstoffhersteller der Welt weiter vorangetrieben.

Innovation: Mehr Energieeffizienz dank PEGASUS

Viele Jahrzehnte lang schien alles einfach zu sein: Die beweglichen Bauteile von Motoren und Fahrwerken waren aus Metallen gefertigt, die für ihre Funktionen erforderlichen Schmierstoffe hatten langlebig zu sein und eine optimale Schutzwirkung zu entfalten. Doch die Zeiten ändern sich. Es stehen nicht mehr nur Robustheit und eine möglichst lange Lebensdauer der Kfz-Technik im Vordergrund, sondern auch der Treibstoffverbrauch. Die Autoindustrie arbeitet mit Hochdruck an der Entwicklung neuer Werkstofftechnologien, um Bauteile leichter zu machen und so die Energieeffizienz von Fahrzeugen zu verbessern. Und das hat natürlich auch Konsequenzen im Bereich der Schmierstoffe. Letztere entfalten zum Beispiel auf sogenannten Schichtwerkstoffen mit Oberflächen aus Kohlenstoff-Materialien eine andere Wirkung als auf Metallen. Das im Juli 2009 gestartete Verbundforschungsprojekt PEGASUS hat die Entwicklung und Erprobung neuer Schmierstoffe mit optimalen Eigenschaften für den kombinierten Einsatz auf metallischen und beschichteten Bauteilen zum Ziel. Dank spezieller Zusatzstoffe Additive sollen Öle und Fette weniger zähflüssig sein können, ohne dabei ihre Schutzwirkung zu verringern und infolgedessen den Verschleiß mechanischer Teile zu erhöhen. Geringere Viskosität (Zähflüssigkeit) bedeutet geringere Reibungsverluste. Je nach Temperatur kann pro verringerte Viskositätsstufe bis zu 7,5 Prozent Treibstoff eingespart werden. Das schont Umwelt und Geldbeutel. Die Entwicklungsabteilungen der Firma Fuchs Europe Schmierstoffe spielen im Projekt PEGASUS eine zentrale Rolle. Weitere Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft sind unter anderem der Autohersteller BMW, das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik in Dresden sowie das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Materialforschung in Bremen. Größter finanzieller Förderer ist das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.


Anschrift:
Friesenheimer Str. 17

68169 Mannheim


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