Institut für Zoologie der Universität Heidelberg

Die Vielfalt des Lebens ist nirgendwo so ausgeprägt wie im Tierreich. Die Zahl der bekannten Arten liegt weit jenseits der Ein-Millionen-Marke. Wie viele es tatsächlich sind, weiß niemand. Am Zoologischen Institut widmen sich die Wissenschaftler und Studierenden noch viel komplexeren Themen. In den sechs Abteilungen untersucht man die Entwicklung, den Stoffwechsel und die Evolution der Tiere mit modernen molekularbiologischen Methoden. Dabei geht es um das Verstehen der grundlegenden biochemischen und zellulären Mechanismen, die solche biologischen Prozesse steuern. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Erforschung der Wechselwirkungen zwischen Organismen im Kontext der Ökosysteme, in denen sie leben. Im institutseigenen Zoologischen Museum können interessierte Besucher Einblick in die Welt der Tierkunde gewinnen. Auch die sogenannten Sonntagsvorlesungen stehen dem Publikum offen.

Innovation: Dem Geheimnis der Fischaugen auf der Spur

Die kleinen Zebrafische in den Laboraquarien haben Fähigkeiten, um die wir Menschen sie beneiden können. Wie bei allen anderen Fisch- und auch Frosch­arten wachsen in ihren Augen lebenslang Zellen nach. Die Sehorgane verfügen deshalb über eine erstaunliche Regenerationsfähigkeit. Der Kern der Erneuerung liegt in einem speziellen Bereich der Netzhaut. In ihr befinden sich Stammzellen, die sich stetig teilen und verschiedene Zelltypen des Auges hervorbringen. Forscher der Abteilung für Molekulare Entwicklungsbiologie und Physiologie des Heidelberger Zoologischen Instituts nehmen dieses Phänomen unter die Lupe. Wie wird die Zelldifferenzierung gesteuert, welche Gene greifen wann in den Entwicklungsprozess ein? Diese und andere Fragen werden unter Einsatz verschiedenster Methoden ergründet.


Anschrift:
Im Neuenheimer Feld 230

69120 Heidelberg


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