
Die Automatisierung schreitet weiter voran. Expertenanalysen haben in Bezug auf die weitere Entwicklung von Produktionsprozessen einen deutlichen Trend aufgezeigt. In Zukunft werden Fabriken immer mehr Güter in größeren Stückzahlen herstellen, gleichzeitig jedoch dürfte es öfter zu Modifizierungen in der Bauweise kommen. Die bisher verfügbare Robotertechnik ist für solche dynamischen Umstellungen nicht optimal geeignet. Ein Konsortium aus mehreren europäischen Universitäten und renommierten Forschungseinrichtungen hat nun, unter Führung von ABB, diese Herausforderung angenommen und das Forschungsprojekt ROSETTA gestartet. Das Ziel ist, eine neue Generation von Industrierobotern zu entwickeln, die Hand in Hand mit dem Menschen in einer Produktionslinie zusammenarbeiten, ihn verstehen und in einem gewissen Maß selbständig tätig sind. ROSETTA-Roboter sollen für komplexere Aufgaben einsetzbar sein und flexibler zwischen Produktionsstationen wechseln können. Ihre Programmiersysteme müssen leicht Einstellungsänderungen ermöglichen, ohne Hilfe von Programmierexperten, und das Zusammenwirken von Menschen und Maschinen soll sich mittels neuer Sensor- und Kontrolltechnik sowie optimaler Entscheidungs-Software sicherer gestalten lassen. Um zu gewährleisten, dass sich die Mitarbeiter neben ihren Roboter-Kollegen wohl fühlen, werden Letztere menschenähnliche Bewegungsabläufe haben und über Sprachsteuerungsmechanismen verfügen. Die Roboter werden zudem aus Erfahrungen lernen und die hierfür erforderliche Information nicht nur speichern, sondern sie über das IT-Netzwerk an einen Server weiterleiten, damit dieses Wissen auch für andere Roboter zugänglich ist.