Zentralinstitut für Seelische Gesundheit

Wie entstehen psychische Störungen? Welche Rolle spielt das Gehirn dabei? Diese und andere Fragen rund um die Psyche beschäftigen die Forscher des 1975 als Landesstiftung gegründeten ZI, das heute rund 1.000 Mitarbeiter an drei Standorten in Mannheim hat. Seine besondere Stärke liegt in der Verbindung von klinischer Versorgung mit neurowissenschaftlicher Grundlagenforschung und Lehre. Die vier Kliniken (Psychiatrie und Psychotherapie; Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters; Ab- hängiges Verhalten und Suchtmedizin; Psychosomatik und Psychotherapeutische Medizin) offerieren mit insgesamt 307 Betten und tagesklinischen Plätzen die ganze Bandbreite stationärer, teilstationärer, ambulanter und gemeindepsychiatrischer Versorgung psychisch kranker Menschen aller Altersstufen. Forschungsschwerpunkte sind u.a. die Entstehung und Therapie von Schizophrenie, Depression und Demenz.

Innovation: Hyperscanning

Was passiert in den Köpfen zweier Menschen, die miteinander kommunizieren? Eine neue, am ZI etablierte Technik, das Hyperscanning, zeigt es. Zwei Testpersonen liegen in einem Tomographen, via elektronischer Live-Übertragung stehen sie in Kontakt, spezielle Scannerkameras registrieren jede Änderung der Mimik. Gleichzeitig sehen sie ihr Gegenüber in einem Spiegel, der das auf einem Monitor übertragene Bild des Anderen reflektiert. Die Gesichtszüge eines Menschen sagen bekanntlich viel darüber aus, was er denkt und fühlt und spielen eine zentrale Rolle in der nonverbalen Kommunikation. Zukünftig, so hoffen die Experten, wird die Methode unter anderem bessere Einblicke in die soziale Kommunikation bieten.


Anschrift:
J 5

68159 Mannheim


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